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Wissenswertes

Ohrgeräusche

Hör- und Gleichgewichtssinn liegen im Knochen direkt hinter dem Kiefergelenk. Deshalb sind bei 20% aller Tinnituspatienten die Zähne und das Kiefergelenk sowie eine verspannte Kiefermuskulatur Ursache für die Beschwerden. Zwischen dem Kiefergelenk und dem Innenohr liegen nur wenige Millimeter Abstand. Wer aufgrund von Stress, Sorgen oder hoher Arbeitsbelastung dazu neigt, bewusst oder unbewusst, mit den Zähnen zu knirschen oder zu pressen, verspannt seine Kaumuskulatur und überlastet somit sein Kiefergelenk. Besonders das Zähneknirschen, von dem jeder fünfte Erwachsene betroffen ist, schleift nicht nur den Zahnschmelz ab, sondern erhöht auch das Risiko an Tinnitus zu erkranken. Durch die andauernde Überbelastung des Kiefergelenks wird auch Druck auf die feinen Haarzellen des Innenohrs ausgeübt. Diese werden dadurch, ähnlich wie bei einem Hörsturz, geschädigt. Dies ist auch eine Erklärung für das häufig gemeinsame Auftreten von Stress und Tinnitus.

Ein weiterer Auslöser für Ohrgeräusche kann ein Fehlbiss bzw. eine Verschiebung von Ober- und Unterkiefer sein. Hier helfen Beißschienen aus Kunststoff die nachts getragen werden. Wer regelmäßig im Schlaf seine Probleme „durchkaut“, sollte aber nicht unbedingt nur auf die Kunststoff-Schiene setzen. Mit Meditation, Yoga und einem „entschleunigtem“ Terminkalender sollte man sich konsequent mehr Erholung gönnen.